Das Eckpunktepapier der Koalitionsparteien und der Referentenentwurf lassen Veränderungen für den Heizungstausch erwarten. Oliver Temm rät: Wer mittelfristig Heizungstausch plant, sollte jetzt Fördermittel sichern
Im Koalitionsausschuss haben sich CDU und SPD im Februar auf ein Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetzt (GMG) geeinigt. Dieses Gesetz soll künftig das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen. Das Gesetz soll im Juli dieses Jahres in Kraft treten. Anfang Mai wurde jetzt ein Referentenentwurf vorgelegt, der sich weitgehend am Eckpunktepapier orientiert. Da die Details und wie es mit der Förderung weiter geht, noch nicht endgültig geklärt sind, rät Oliver Temm, geprüfter Energieberater und Geschäftsführer von Temm Haustechnik: „Wenn Sie eine Heizungsmodernisierung planen und auf Nummer sicher gehen wollen, dann beantragen Sie jetzt die Fördermittel. Dann haben Sie mindestens zwei Jahre Zeit für die Umsetzung, in der Regel sogar drei.“
In den letzten Jahren hat Temm Haustechnik zahlreiche Heizungen getauscht und modernisiert. Für viele davon hat Oliver Temm auch die Fördermittel im Rahmen des BEG bei der Bafa und jetzt KfW beantragt. Diese Mittel sind vorgesehen, um klimafreundlicheres Heizen, wie zum Beispiel mit der Wärmepumpe, in Deutschland zu unterstützen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus anderen Ländern zu reduzieren.
Das Papier der Koalitionsparteien ist die Grundlage für ein Gesetz, welches Anfang Juli in Kraft treten soll. „Wir bekennen uns zur Förderung des Einbaus klimaneutraler Heizungen. Die auskömmliche Finanzierung der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) wird bis mindestens 2029 sichergestellt“, heißt es darin. „Dass die Heizungsförderung fortgeführt wird, begrüßen wir“, sagt Oliver Temm. Allerdings ist nach wie vor offen, ob die Förderbestimmungen komplett gleichbleiben werden. Deshalb lohne es sich, die Fördermittel jetzt zu beantragen, solange noch die aktuellen Konditionen gelten.
Bislang gilt: Bis zu 70 Prozent der Projektkosten förderfähig
„Wer seine Heizung auf erneuerbare Energien umstellt oder eine klimafreundliche Heizung einbaut, kann bislang von Fördermitteln der Bundesregierung profitieren“, berichtet Temm. Und die Förderung sei umfassend. „Alle Maßnahmen zum Einbau eines neuen Heizsystems werden durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude mit einem Zuschuss oder einem zinsgünstigen Kredit gefördert.“
„Es besteht eine Grundförderung in Höhe von 30 Prozent der Kosten“, erklärt Temm. „Zudem profitieren alle, die ihre alte fossile Heizung tauschen von einem zusätzlichen Bonus von 20 Prozent.“ Für Haushalte mit einem geringeren Einkommen gebe es eine zusätzliche Unterstützung: „Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 40.000 Euro jährlich erhalten noch einmal einen Bonus in Höhe von 30 Prozent.“ Diese Boni können miteinander kombiniert werden. Die Förderung darf jedoch 70 Prozent der Kosten nicht übersteigen.
Bis zu 30.000 Euro der Investitionskosten werden maximal bezuschusst
Allerdings ist die Höhe der maximal förderfähigen Investitionskosten im aktuellen Förderprogramm auf 30.000 Euro für die erste Wohneinheit oder ein Einfamilienhaus begrenzt. „Bei einem maximal möglichen Fördersatz von 70 Prozent kann hier der Investitionskostenzuschuss für den Heizungstausch 21.000 Euro betragen“, erklärt Oliver Temm. In einem Gebäude mit mehr Wohneinheiten erhöhen sich die Zuschüsse. „Es gibt auch weiterhin die Möglichkeit, Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen zu beantragen, um beispielsweise die Heizung zu optimieren oder die Anlagentechnik zu erneuern.“
Gefördert werde keineswegs nur die Wärmepumpe. Obwohl diese die mit Abstand am meisten eingebaute Heizungsart sei. „Auch Hybridheizungen, Solarthermie oder Solarthermie-Hybridheizungen, Stromdirektheizungen und sogar Biomasseheizungen werden unter bestimmten Voraussetzungen gefördert. „Auch mit dieser Art von Heizungstausch haben wir umfassend Erfahrungen gesammelt“, berichtet Temm.
Jetzt informieren und Fördermittel beantragen (lassen)
„Wer sich für einen Heizungstausch und eine Fördermittelberatung interessiert, kann ganz einfach Kontakt aufnehmen, dann zeigen wir Ihnen, wie viele Fördermittel Sie individuell erhalten können und welche Heizungsart zu ihrem Gebäude passt“, sagt Oliver Temm. In 95 Prozent der Fälle entscheiden sich die Besitzer derzeit für eine Wärmepumpe. Keine Heizungsart ist so effizient und einen so niedrigen Primärenergiebedarf.
Beitragsbild: adobestock/Robert Poorten









