Aktuell sind die Preise für Module und Speicher auf einem historischen Tiefstand. Das kann sich jederzeit ändern. Jetzt diese Konditionen sichern, rät Oliver Temm.
Ab Januar 2027 will die Bundesregierung die Einspeisevergütung bei kleineren Dachphotovoltaikanlagen mit einer Leistung von maximal 25 Kilowattstunden streichen. Dies berichtet das pv-magazine Deutschland. Der Wegfall der Einspeisevergütung lasse sich jedoch kompensieren durch Eigenverbrauch und durch aktuell vergleichsweise niedrige Preise für Module und Speicher, weiß Oliver Temm. Er ist Geschäftsführer der Temm Haustechnik GmbH und erfahrener Energieberater: „Deshalb ist es sinnvoll, sich die Module jetzt zu sichern.“
Sich unabhängig von schwankenden Strompreisen machen
„Für viele Haushalte rechnen sich kleinere Photovoltaikanlagen auch ohne Einspeisevergütung“, sagt Oliver Temm. Gerade Haushalte mit vielen Verbrauchern wie Wärmepumpe, Klimaanlage oder Elektroauto profitierten von eigenen Anlagen. „Sie machen die Haushalte weitgehend unabhängig von schwankenden Strompreisen“, so Temm. Dies gelte besonders, wenn die Eigentümer auch noch über einen Batteriespeicher verfügen.
Häufig werde der meiste Strom abends verbraucht, da die Familien tagsüber nicht zu Hause sind. „Wäsche waschen, kochen, Auto laden: Das geschieht in vielen Haushalten abends“, sagt Temm. Deshalb lohne sich besonders jetzt ohne Einspeisevergütung ein Batteriespeicher. Auch diese Preise seien aktuell so niedrig wie lange nicht mehr.
So ist bisher die Einspeisevergütung im EEG geregelt
Bisher gilt: Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt, und in das Netz einspeist, erhält 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag. Dies soll sich künftig ändern. Wie aus einem Arbeitsentwurf für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hervorgeht, soll diese Einspeisevergütung künftig entfallen.
Der Gesetzentwurf soll für kleinere Anlagen gelten, die ab dem 1.1.2027 ans Netz gehen. Wer seine Anlage früher in Betrieb nimmt, kann noch von den alten Fördermitteln profitieren. Gleichzeitig sind PV-Module aktuell besonders günstig. „Es ist deshalb sinnvoll sich die Module zu den derzeitigen günstigen Preisen zu sichern, bevor die Preise eventuell wieder steigen“, sagt Oliver Temm.
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